Nach einem turbulenten Jahr voller Höhen und vielen Tiefen haben wir uns von unserem Ziel das Tierheim in Bacova zu eröffnen, verabschieden müssen.
In Rumänien ist es sehr schwierig Dinge zu bewegen, die Korruption ist sehr hoch und jeder erwartet Schmiergeld. Wird nicht gezahlt, bewegt sich auch nichts. Wir möchten, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird, beim Tier und nicht in den Taschen irgendwelcher Rumäner.
Die Spendengelder und Mitgliedsbeiträge sollen dort ankommen, wo sie gebraucht werden um den Straßenhunden zu helfen. Da dies sehr schwierig ist und die Menschen, die in Rumänien etwas bewegen könnten, keine Notwendigkeit sehen, den Hunden zu helfen, ist es für uns nahezu unmöglich, in diesem Land etwas zu bewegen.
Die Enttäuschung über die Situation und das gescheiterte Vorhaben sitzt tief.
Dennoch werden wir versuchen, vor Ort durch Kastrationsprojekte Hilfe zu leisten. Dafür sind wir auf Spenden angewiesen.
Wir haben 20 Hunde aus Buzias nach Deutschland geholt. Eine Frau in Buzias hatte den Hunden als Welpen in einem nicht bewohnten Haus mit Garten einen Unterschlupf ermöglicht, dort wurden sie 2x täglich, mit dem Essen, was da war, gefüttert. Ich war im September 2009 in Rumänien und konnte mir vor Ort ein Bild über die Situation der Hunde machen. Dabei hatte ich auch die Möglichkeit mit dem Bürgermeister über das Ziel des Vereins zu sprechen – leider ohne Erfolg. Er gab mir die Adresse von Frau Ies, die sich von ihrem eigenen Geld um eine ganze Anzahl von Straßenhunden kümmert. Frau Ies, war sehr verzweifelt da sie die Hunde nicht mehr ernähren konnte und auch nicht wusste, wie es mit ihnen weitergehen soll.
Wir haben uns entschlossen zu helfen und in drei Touren 15 Junghunde, 2 Welpen und 3 Hündinnen nach Deutschland geholt, sie aufgepäppelt und nach Menschen gesucht, die ihnen ein Zuhause geben wollten.
Es war eine anstrengende, aber dennoch sehr schöne Zeit mit den Tieren. Über jeden Fortschritt haben wir uns gefreut. Es war sehr schön zu sehen, wie die Hunde nach und nach Vertrauen zum Menschen aufbauen konnten.
Den Menschen, die Emy, Fee, Ronja, Balu, Cheyenne, Trixi, Olly, Fina, Orim, Paddy, Petty, Hektor, Jacky, Floyed, Blacky, Molly, Maya, Otty, Toto und Leon ein Zuhause gegeben haben, möchten wir bei dieser Gelegenheit ganz herzlich danken.
Mein Name ist Heidrun(Heidi) Pletl. Ich bin gelernte Erzieherin und arbeite momentan als Sekretärin.
Ich möchte Ihnen näher bringen, was mich dazu bewegt hat, diesen Verein zu gründen und warum ich speziell den Straßenhunden in Rumänien helfen möchte.
Dazu möchte ich gerne etwas weiter ausholen.
Ich selbst wurde 1977 in Lugosch geboren und habe mit meiner Familie bis zu meinem 11. Lebensjahr in Bacova gewohnt. 1989 sind wir als Aussiedler nach Deutschland gekommen, wo ich seither lebe. Für mich besteht eine besondere Verbindung zu Rumänien, speziell zu dem Bezirk Timis, obwohl ich mich mit der rumänischen Sprache mittlerweile schwer tue.
Seither habe ich Rumänien 3 x besucht, die Situation der Straßenhunde und allgemein der dortige Umgang mit den Tieren haben mich seither beschäftigt. 2005 habe ich, mit meiner Schwester im Urlaub in Rumänien 2 Welpen, Kjara und Bautz, vor dem Tod bewahrt. Seither sind die Hunde unsere Begleiter.
Während meines letzten Besuches in Bacova im Mai 2009 habe ich mich entschieden etwas für die Menschen und die Straßenhunde zu tun.
Unser Projekt soll Mensch und Tier zusammen bringen. Unser erstes Ziel ist es natürlich, die Hunde von der Straße weg zu holen und in einer artgerechten Haltung unterzubringen, die stetige Vermehrung der Tiere (durch Kastration) zu verhindern und deren Versorgung zu gewährleisten.
Unser zweites Ziel, ist es eine Brücke zwischen Mensch und Hund zu bauen, der Gesellschaft zu zeigen, dass Mensch und Tier gemeinsam leben können. Keiner schränkt den anderen ein, sondern durch Achtsamkeit und Fürsorge kann eine neutrale bis innige Beziehung zwischen Mensch und Hund entstehen. Wir möchten den Menschen Schritt für Schritt ein Umdenken ermöglichen und ihre Sichtweise, Hunde als Plage anzusehen, verändern. Durch Projekte mit Schulklassen möchten wir Kindern die Chance geben, ihr Wissen über Hunde zu erweitern ihre Beobachtungsgabe zu schulen um dadurch die Mauer zwischen Mensch und Tier zu durchbrechen. Es ist uns bewusst, dass es wahrscheinlich Generationen braucht, bis ein Umdenken spürbar und sichtbar ist. Wir sind jedoch über jeden Einzelnen, ob Kind, Frau, Mann oder Senior dankbar, die wir mit unserer Arbeit erreichen können.
Unser langfristiges Ziel ist es, den Menschen eine Bewusstseinsänderung zu ermöglichen, damit sie Hunde als Lebewesen anerkennen und achten lernen. Durch unser Projekt soll deutlich werden, dass Hunde uns begleiten, Kindern als Gefährte und Beschützer dienlich sind und ältere Menschen Freude und Ablenkung bringen.
Abschließend dazu möchten wir den Dalai Lama aus seinem Buch “Ratschläge des Herzens” zitieren:
Der gesunde Menschenverstand sagt uns, dass das Leben eines Menschen kurz ist und wir aus dieser kurzen Zeit auf Erden besser etwas Nützliches machen sollten, für uns und für die anderen. Paradoxerweise kann man sich selbst nicht helfen, wenn man nicht anderen hilft. Ob wir wollen oder nicht, wir sind alle miteinander verbunden, und niemand kann nur sein eigenes Glück verwirklichen. Wer sich hingegen für andere einsetzt, sorgt automatisch auch für sich selbst. Helfen wir den anderen!
DAS TEAM:
Karin & Kjara

Ich unterstütze diesen Tierschutzverein, weil ich die Situation in
Rumänien kenne und ich es wichtig und richtig finde mich für dessen
Arbeit und Ziele einzusetzen. Damit ist für mich die Zeit des
‘‘wegschauens’‘ vorbei! Es wäre schön, wenn sich mehr Menschen
engagieren würden und eine Sache oder Projekt nicht nur toll finden
sondern Worten auch Taten folgen, damit würde es langfristig nicht nur
den Tieren besser gehen sondern auch uns Menschen!
Yvonne & Fee

Ich heiße Yvonne, und Hunde sind schon immer mein Leben. Ich engagiere mich für die Straßenhunde in Rumänien, weil die Hunde den Menschen dort nichts wert sind und ich das kaum ertragen kann. Im Gegensatz zu den südlichen Ländern gibt es dort auch kaum Touristen, die sich für die Hunde einsetzen, und etwas bewirken könnten. Meine Hündin Fee ist auch ein ehemaliger Straßenhund aus Buzias. Sie kam zusammen mit ihren Welpen nach Deutschland und ist eine freundliche Hündin der man die Dankbarkeit anmerkt.
Ich hoffe sehr das wir durch unseren Einsatz etwas bewirken und die Menschen zum Umdenken bewegen können. Damit wir den Hunden die Würde zurück geben können, die sie als treuester Begleiter des Menschen verdient haben!
Heidi & Bautz

Es gibt auf dieser Welt viele Menschen, aber auch viele Tiere die Hilfe brauchen. Warum sollten wir uns derer nicht annehmen? Ich habe mich entschieden Hunden in Rumänien zu helfen, weil ich selbst gesehen habe, wie schlecht es ihnen geht und wie traurig die Augen der Hunde sind. Ich weis, ich habe mein Ziel im Leben gefunden und wenn ich nur einen Menschen in Rumänien erreiche, der umdenkt und sich z.B. entscheidet, seinen Hund nicht mehr an der Kette zu halten, dann weis ich, es hat sich gelohnt. Wir möchten niemanden ändern, sondern den Menschen die Hand reichen und Möglichkeiten aufzeigen, umzudenken.
Angie und Co. & Emy und Max

Wir sind die Noacks und Tiere nehmen in unserer Familie schon immer einen wichtigen Platz ein. Ein Leben ohne Tiere ist für uns wie eine Suppe ohne Salz.
Nach dem Tod unseres geliebten Pyrenäenhundes Nelly im letzten Jahr waren unser Großspitz Max und unsere beiden Katzen Rudi und Minnie richtig traurig. Von einer Freundin erfuhren wir vom Schicksal der Straßenhunde in Rumänien. – Und dann kam sie – Emily und gehört seit dem 3. Dezember zu unserer Familie. Unser Spitz Max ist Emily’s großes Vorbild und was er macht, macht unsere schüchterne Emily auch. Es ist schön zu sehen, wie gut sich Emily in unsere Familie integriert und wir haben viel Freude daran.
Niki und Ronja

Das ist Nicole mit der kleinen Rumänin Ronja.
Niki ist Mitglied in unserem Verein weil sie das Leid der Straßenhunde nicht mehr tatenlos mit ansehen will.
Viele Tropfen ergeben ein Meer ist ihr Motto!